M1: Spektakuläres Remis im Derby gegen Reichenbach

17.10.2022

SG Hegensberg-Liebersbronn - TV Reichenbach 30:30 (15:15)

Handballherz was willst du mehr! Beim Verbandsliga-Derby zwischen der SG Hegensberg-Liebersbronn und dem ungeschlagenen TV Reichenbach war viel von dem geboten, was den Reiz dieser Sportart ausmacht. Rasse und Klasse, Emotionen und Biss auf beiden Seiten, aber auch große Fairness und vor allem Spannung bis über den Schlusspfiff hinaus. Erst ein in letzter Sekunde für die Gäste gegebener Siebenmeterstrafwurf, ausgeführt nach der Schlusssirene, ergab das letztendlich leistungsgerechte 30:30 (15:15)-Unentschieden. Die Zuschauer in der bis auf den letzten Platz gefüllten Sporthalle an der Römerstraße genossen den Abend in vollen Zügen, sorgten für prächtige Stimmung auf den Rängen und tauschten sich danach noch lange aus über die rasante Begegnung. SG-Trainer Sven Strübin konnte am Ende mehr als nur zufrieden sein mit seiner jungen Mannschaft, die dem favorisierten TVR alles abverlangt und den ersten Punktverlust beigebracht hatte. „Nachdem die Reichenbacher zuvor immer hoch gewonnen hatten, wollten wir sie vor eine Aufgabe stellen“, erklärte Sven Strübin danach, „und das ist uns gelungen. Es war ein super Spiel.“ Weniger glücklich schien TVR-Coach Jochen Masching, mit HeLi seit seiner Zeit als M1-Erfolgstrainer freundschaftlich verbunden. „Wir sind nie richtig in unser Spiel gekommen“, haderte er. Unter dem Strich aber blieb eine Erkenntnis, die Sportchef Sigor Paesler in der „Esslinger Zeitung“ transportiert: „Es war ein begeisterndes Handballspiel.“ 

Von der ersten Minute an schenkten beide Teams sich nichts und waren jeweils auch taktisch gut eingestellt. Die Anfangsphase gehörte der SG, die der Begegnung bis Mitte der ersten Halbzeit den Stempel aufdrückte und in Führung lag – aber ohne enteilen zu können. Der TVR hielt jederzeit Anschluss und lag kurz vor der Pause erstmals selbst vorne, ehe Wolfi Zeh mit dem Halbzeitpfiff zum 15:15 traf. Reichenbach hatte im Angriff einige Probleme, auch weil die Raptors ihre 3:2:1 Abwehr mit hoher Intensität spielten: Gigi Bayer und Youngster Simon Heinzmann waren wechselweise in ihrer vorgezogenen Position ein empfindlicher Störfaktor für den Gegner, der auf eine zugleich äußerst kompakte SG-Defensive traf. Und vorne agierte HeLi entschlossen und mutig. Es zahlte sich aus, dass Noah Herda nach überstandener Verletzung erstmals eingesetzt werden konnte – und, inklusive Strafwürfen, prompt sieben Treffer beisteuerte. „Durch die Rückkehrer haben wir nun einfach mehr Möglichkeiten und sind noch schwerer auszurechnen“, sagt Trainer Sven Strübin. Und wenn Not am Mann ist, gibt es immer noch Kapitän Marcel Planitz, der mit seiner Wucht auch am Samstag wichtige Treffer beisteuerte. 

Aber Reichenbach, ein eingespieltes, sehr erfahrendes Team, das aus gutem Grund zu den Top 4 der Liga zählt, zeigte ebenfalls immer wieder seine Qualitäten, individuell wie im Verbund - sodass keine der beiden Mannschaften sich wirklich absetzen konnte. Insofern blieb auch Halbzeit zwo sehr ausgeglichen, es ging munter hin und her. Dramatisch wurde es in der allerletzten Minute. Trotz einer Zeitstrafe legte HeLi, nach zwischenzeitlichem Rückstand, nochmals vor – durch ein Siebenmetertor von Noah Herda zum 30:29. Dank eines schnellen Gegenzugs bekam Reichenbach dann aber vier Sekunden vor Ende durch die insgesamt sehr gut und souverän agierenden Unparteiischen Patrick Neumann und Stefan Banzhaf (Bietigheim/Ober-/Unterhausen) auch noch einen Strafwurf zugesprochen. Und diesen verwandelte der starke TVR-Linksaußen Yannik Heetel mit seinem insgesamt 13ten Treffer zum 30:30-Endstand. 

Für HeLi geht es schon nächsten Sonntag, 23. Oktober, zu einem weiteren Topteam der Liga: zum TV Steinheim, die, so der Vereinsslogan, „Macht vom Albuch“. Es wird für die Jungs von Sven Strübin die nächste große Herausforderung gegen eine Mannschaft, die noch robuster als Reichenbach agiert und überdies langjährig eingespielt ist. In der vergangenen Runde zog HeLi jedenfalls zweimal deutlich den Kürzeren. Allerdings: dass auch Steinheim verwundbar ist, zeigte sich am Sonntagabend, als es für das Team beim TSV Denkendorf nach drei souveränen Siegen die erste Niederlage gab. 

SG Hegensberg-Liebersbronn: Wolf, Achten (Tor); Marvin Schatz (1), Bechtel, Lennard Schatz, Beitler (3), Heinzmann (1), Bayer (3/1), Bernlöhr, Zeh (1), Hettich (1), Hahnloser (4), Planitz (10), Herda (7/5). 

TV Reichenbach: Breuning (1), Bauer (Tor); Haase, Schaupp, Heetel (13/6), Dannenmann (3), Glatzel (2), Lustig (1), Tonn, Stammhammer (6), Roos, Bühler (2), Mäntele (1), Pussert (1).

Die SG Hegensberg-Liebersbronn ist eine Handball-Spielgemeinschaft des TV Hegensberg e.V. und des TV Liebersbronn e.V.
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