M1: Saisonstart mit Heimpremiere ohne Zuschauer

15.10.2020

M-VL-2: Sa, 17.10.20, 18.00 Uhr | SG Hegensberg-Liebersbronn - TV Steinheim/A.

Eines ist für Olaf Steinke klar. „Wir alle sind heiß auf die neue Saison. Und wir geben alles, dass uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht“, wie der Trainer der SG Hegensberg-Liebersbronn vor der Auftaktpartie in der Verbandsliga, Staffel 2 gegen den TV Steinheim am Albuch sagt. Folgen der Pandemie werden dabei am Samstagabend schon spürbar sein. Denn Zuschauer sind bei der Heimpremiere der Handballer vom Berg in der Sporthalle an der Römerstraße nicht zugelassen. Eigens deshalb hat die SG einen Livestream eingerichtet, der auf dieser Webseite unter Livestream und auf sportdeutschland.tv zu sehen ist. 

Keine Frage: vieles ist anders vor dieser Punkterunde, manches neu. Das gilt für den Trainer selbst, der als A-Lizenz-Inhaber diverse Stationen bei hochklassigen Mannschaften hatte und zuletzt den TSV Deizisau in die eingleisige Württembergliga geführt hat. Das gilt für einige Spieler wie Noah Herda oder Yannik Bernlöhr, die nach Gastspielen bei der A-Jugend des TV Bittenfeld und der HSG Ostfildern zurückgekehrt sind ans Jägerhaus, das gilt aber natürlich auch für die Gesamtumstände in einer ungewöhnlichen Zeit mit vielen Ungewissheiten und vielen Einschränkungen. „Die ganze Vorbereitungsphase war geprägt von Corona“, sagt Olaf Steinke, dem Henning Richter in bewährter Manier als Co- und Spielertrainer zur Seite steht. Nicht nur, dass die Trainingseinheiten partiell nicht wie gewohnt durchgeführt werden konnten. Auch manche Trainingsspiele wurden verschoben oder gar ersatzlos gestrichen. Das habe bisweilen schon bremsend gewirkt, befindet der Trainer. 

Zu klagen ist freilich seine Sache nicht. Erstens litten und leiden alle anderen Mannschaften unter denselben schwierigen Rahmenbedingungen. Und zum zweiten hat Olaf Steinke bei der SG eine „hochmotivierte, sehr engagierte Truppe“ vorgefunden, so sein Eindruck nach den ersten viereinhalb Monaten der Zusammenarbeit. Ohne Zweifel haben die ganz Jungen, zu denen neben den Genannten auch Lukas Wester-Ebinghaus oder Fabi Grau zählen, viel Schwung mitgebracht, aber auch alle anderen haben mitgezogen wie die Mitte-20-Jährigen um Marvin Schatz und Co. und die arrivierten Kräfte um Kapitän Fabian Sokele. Von Vorteil ist zudem, dass mit Shooter Pascal Geyer und Stratege Lucas Schieche zwei Langzeitverletzte zurück sind im Kader. „Wir haben insgesamt eine gute Mischung aus jungen, aus mittelalten und erfahrenen Spielern. Ich bin sehr überzeugt von den Jungs“, meint der selbst sehr erfahrene Coach. Er weiß aber auch, dass HeLi Zeit brauchen wird, sich in der neuen Konstellation und zwei schwierigen Jahren in der damals noch zweigleisigen Württembergliga wirklich zu finden. Neben dem personellen Aspekt spielt dabei auch ein neues Spielsystem, eine neue Taktik eine Rolle. „Es wird dauern, bis die Abläufe in der Abwehr wie im Angriff automatisiert sind. Das wird nicht von heute auf morgen gehen“, betont Olaf Steinke, der den Auftrag hat, das Team „schrittweise zu verjüngen“. Die Botschaft auch und gerade in Richtung der Vereinsführung wie der Fans: „Das Potenzial ist da. Aber ein Selbstläufer wird es in der leistungsmäßig sehr ausgeglichenen Verbandsliga nicht. Wir brauchen Geduld!“ 

Vor allem an der Konstanz über 60 Minuten wird gearbeitet werden müssen – so der Eindruck des Trainerteams nach den Vorbereitungsspielen. Über weite Strecken lief es rund, immer wieder aber gab es auch spielerische Rückschläge. „Das ist normal in einer Umbruchphase“, sagt der Trainer, „aber umso schwerer ist es einzuschätzen, wo wir wirklich stehen.“ 

Ein erster echter Gradmesser wird dabei am Samstag der TV Steinheim sein. Am vergangenen Wochenende hat der hochmotivierte Aufsteiger den stark eingeschätzten TV Reichenbach von der Platte gefegt. „Das ist eine kampfstarke, unangenehme Mannschaft“, weiß Olaf Steinke. Die Gäste aus der unmittelbaren Nähe von Heidenheim bauen auf einen eingespielten Kader und haben die Bank mit dem früheren Profitrainer Arne Kühr, der schon in Diensten des Zweitligisten ThSV Eisenbach stand, verstärkt. „ Das Ziel ist klar“, sagen die TVS-Oberen: „Der Verbleib in der Verbandsliga soll frühestmöglich gesichert werden und das möglichst ohne verletzungsbedingte Ausfälle.“ Auch HeLi möchte mit den Abstiegsrängen nichts zu tun haben und sich möglichst rasch im oberen Mittelfeld etablieren. Olaf Steinkes Devise dabei: „Wir wollen einen guten Start hinlegen.“

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