M1: Punktgewinn in Wolfschlugen
26.10.2026
TSV Wolfschlugen - SG Hegensberg-Liebersbronn 28:28 (13:16)
Es war das erwartet, buchstäblich bis zur letzten Sekunde spannende Derby in der Baden-Württemberg-Oberliga zwischen der SG Hegensberg-Liebersbronn und dem TSV Wolfschlugen. Weil SG-Keeper Finn Hummel den letzten Ball parierte, blieb es beim 28:28 (13:16)-Unentschieden. Die Handballer vom Berg waren beim Gastspiel auf den Fildern zwar fast durchweg vorne, hätten aber - ähnlich wie in der Vorsaison - auch noch verlieren können. Und so war Headcoach Jochen Masching schlussendlich zufrieden, vor allen Dingen auch mit dem über 60 Minuten hinweg engagierten und couragierten Auftritt seines Teams. "Es war unsere beste Saisonleistung. Und den Punkt nehmen wir gerne mit für unsere Entwicklung", betonte er.
Wenn SG-Chefin Anna Lederle nach den Spielen ihre Instagram-Posts absetzt, versieht sie die Beiträge regelmäßig mit ebenso griffigen wie treffenden Schlagzeilen. "Herz auf der Platte", lautete der Titel am Samstagabend nach der Partie der SG beim Vizemeister der vergangenen Punkterunde, der sich kurzfristig noch mit Drittliga-Spieler Daniel Schliedermann verstärkt hatte. "Herz auf der Platte" - das umschreibt ziemlich exakt die Entschlossenheit, mit der die Jungs um Abwehrchef Robin Habermeier sowie Lukas Wester-Ebbinghaus, die im Mittelblock begannen, gegen Wolfschlugen von der ersten Minute an in der Defensive zu Werke gingen.
Keinen Zentimeter gab HeLi freiwillig Preis, verschob schnell und zeigte sich griffig - und drückte so der Partie lange Zeit den Stempel auf. Auch im Angriff wirkte die SG sehr entschlossen. Geburtstagskind Paul Lampart traf zum 5:2, ein Vorsprung, der auch zur Pause noch Bestand haben sollte. 16:13 für die SG hieß es nach 30 Minuten. "Wir standen wirklich gut hinten, haben die Wolfschlugener vor große Probleme gestellt und vorne immer wieder Lösungen gefunden", so Jochen Masching. Kapitän Moritz Hettich steuerte das Spiel klug, ging viel in die Tiefe, und Benny Hahnloser wie auch Alex Stammhammer zeigten sich ebenfalls durchschlagkräftig. Einziges Manko aus Jochen Maschings Sicht: "Wir hätten uns noch deutlicher absetzen können."
Ähnlich die Situation nach dem Wechsel: Die SG legte immer wieder vor, wobei auch die jungen Kräfte wie Tom Hughes, Mika Gertz und Henry Fausten mit ihren Toren wichtige Duftmarken setzten. Sprich: alle trugen an diesem Tag ihren Teil zum guten Gelingen bei. Doch Wolfschlugen, das mit als Gruppenfavorit in die Saison gestartet war und nach sechs Spielen weiterhin auf den ersten Sieg wartet, sollte sich nicht so einfach abschütteln lassen. Und so nahm die Begegnung noch geradezu dramatische Züge an. Der TSV glich zum 27:27 aus und schaffte eine Minute vor dem Abpfiff seine erste Führung in der gesamten Partie überhaupt. 28:27 für die Gastgeber. Nach einer Auszeit von Jochen Masching traf Benny Hahnloser mit seinem neunten Treffer zum 28:28. Es sollte der Endstand sein.
SG Hegensberg-Liebersbronn: Hummel, Blum (beide Tor); Lennard Schatz, Fischer, Heetel (2), Habermeier, Wester-Ebbinghaus (1), Stammhammer (6), Hahnloser (9/2), Hettich (6), Lampart (1), Hughes (1), Gertz (1), Fausten (1).








