M1: Niederlage bei starkem Aufsteiger
22.09.2026
TSV ALLOWA - SG Hegensberg-Liebersbronn 29:24 (15:12)
Es war der erwartet schwere Auftakt für die SG Hegensberg-Liebersbronn in die Saison der Baden-Württemberg-Oberliga – und er endete dann auch mit einer Niederlage. Mit 24:29 (12:15) verloren die Handballer vom Berg beim Aufsteiger TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen. Lange Zeit war die Partie offen, ehe die Gastgeber in der Crunch-Time mit einem 7:2-Lauf für die Vorentscheidung sorgten. „Es wäre mehr drin gewesen“, sagte HeLi-Headcoach Jochen Masching nach der Partie, „aber wir hatten zu viele Schwankungen im Spiel und haben zu selten die Mittel angewandt, die wir anwenden wollten.“
Keine Frage, rein vom Kader her zählt der Aufsteiger aus dem Rems-Murr-Kreis zu den Topteams in der BWOL. Der Kader ist gespickt mit lauter externen Kräften, Spielern, die allesamt über Erfahrung in der ersten, zweiten oder dritten Bundesliga verfügen – mit dem neu hinzu gekauften Ex-Nationalspieler Dominik Weiß, zuletzt beim Zweitligisten Oppenweiler aktiv, als Kopf der Mannschaft. Die geballte Erfahrung, verbunden mit enormer körperlicher Präsenz ist die Stärke des TSV, die er auch gegen HeLi ausspielte. Allerdings: HeLi-Kapitän Moritz Hettich und Co. legten in der Sporthalle in Alfdorf gut los und führten nicht zuletzt dank hohen Tempos und eines glänzend aufgelegten Finn Hummel im Tor Mitte der ersten Hälfte mit 7:5. Doch deutlich wurde alsbald: vor allem im aufgebauten Angriff taten sich die Gäste schwer, Lücken in der hünenhaften Allowa-Abwehr zu finden. „Wir sind zu selten da hingegangen, wo es weh tut“, so der Eindruck von Jochen Masching, „und wir haben die zweite Welle zu wenig genutzt“. Noch vor der Pause drehten die Gastgeber die Partie und lagen nach 30 Minuten mit 15:12 vorn.
Doch auch nach dem Wechsel blieb die SG dran und verkürzte auf ein Tor zum 16:15 (35. Minute). Beim 21:19 zehn Minuten vor Schluss war die Begegnung ebenfalls noch offen. Die Defensive, später dann gut unterstützt von Maxi Blum im Tor, stand in weiten Teilen sehr solide. Doch die SG schaffte es nicht, das Momentum vollends auf ihre Seite zu bringen. Im Gegenteil. Allowa zog davon und behielt nicht unverdient die Oberhand.
HeLi trat mit leeren Händen die Heimreise ein. Die rund 60 (!) SG-Fans, die dabei waren, hatten bei ihrer Mannschaft gute Phasen gesehen, aber immer wieder auch leichte individuelle Fehler, sodass über 60 Minuten hinweg betrachtet die Konstanz fehlte. Aus Sicht von Jochen Masching stand am Ende eine Niederlage, die „ärgerlich“ ist. „Denn eigentlich können wir’s ja“, sagt er, „aber ein 70-Prozent-Niveau reicht in dieser Liga eben nicht.“
SG Hegensberg-Liebersbronn: Hummel, Blum (beide Tor); Gertz, Lampart (5), Lennard Schatz (2), Fischer (1), Heetel (3), Habermeier (1), Wester-Ebbinghaus (4), Stammhammer (3), Hahnloser (4), Hettich, Hughes (1), Fausten.








