M1: Wichtiger Auswärtspunkt geholt

02.03.2026

TV Hardheim – SG Hegensberg-Liebersbronn 26:26 (13:15)

Es war ein hartes Stück Arbeit – aber das unermüdliche Ackern über 60 Minuten hinweg hatte sich gelohnt. Beim 26:26 (13:15) knöpfte die erste Männermannschaft der SG Hegensberg-Liebersbronn dem direkten Tabellennachbarn TV Hardheim in dessen eigener Halle einen wichtigen Punkt ab. Es war der erste Zähler auf der Haben-Seite im neuen Jahr für die Baden-Württemberg-Oberliga-Handballer vom Berg. Und entsprechend zufrieden fuhr am späten Samstagabend nicht nur HeLi-Headcoach Veit Wager die knapp 130 Kilometer wieder nach Hause. „Wenn es am Ende für beide Trainer passt, war das Unentschieden wohl gerecht“, sagte er.

Die Raptors hatten sich beim Gastspiel im Neckar-Odenwald-Kreis auf eine einmal mehr schwere Auswärtsaufgabe eingestellt. „In Hardheim ist gefühlt der ganze Ort in der Halle“, sagte Veit Wager. Rund 300 Zuschauer feuerten ihr eigenes Team lautstark an, während Team HeLi sich zumindest der seelisch-moralischen Unterstützung von rund einem Duzend eigens mitgereister Fans erfreuen durfte. Doch nicht nur wegen der Heimstärke des TVH war die Ausgangslage delikat für die SG: vier Niederlagen in Folge waren eine gewisse Bürde, dies zumal mit Alex Stammhammer ein wichtiger Rückraum-Shooter kurzfristig ausfiel und einige weitere Spieler angeschlagen in die Partie gingen. Doch von derlei Malaisen war zunächst null und gar nichts zu spüren. HeLi war von Minute eins an hellwach, „klaute“ Hardheim immer wieder Bälle – und führte nach fünf Minuten mit 5:1. Die erste Duftmarke war gesetzt, Auszeit Hardheim.

Klar war, dass es so nicht weitergehen würde. Die Gastgeber, die über lange Phasen mit sieben Feldspielern agierten, kämpften – und schafften Mitte der ersten Halbzeit den Anschluss. Danach entwickelte sich das erwartete Duell auf Augenhöhe, wobei die SG sich erstaunlich wacker und selbstbewusst präsentierte. Vor allem in der Abwehr zeigte sich HeLi stark, und im Tor war Finn Hummel gut aufgelegt; vorne gelang zwar nicht alles, aber immer wieder fand die Mannschaft doch gute Lösungen. Vor allem Mittelmann Moritz Hettich, Kopf und Vollstrecker zugleich an diesem Tag, und Abwehrchef und Kreisläufer Lukas Wester-Ebbinghaus setzten in entscheidenden Momenten wichtige Akzente. 

So kam es, dass HeLi sich in Hälfte zwei zunächst auch wieder absetzte – und dies, obwohl das Spielglück auch diesmal den Berghandballern nicht immer hold war angesichts von alleine fünf, sechs Pfostentreffern. Dennoch führten die Raptors nach 47 Minuten mit 24:21, mussten dann Hardheim aber nach einem Vier-Tore-Lauf die Führung überlassen. Beide Team zollten kräftemäßig der intensiven Begegnung Tribut, die Fehler häuften sich, aber die Spannung war nicht mehr zu toppen. Nach dem Ausgleich von HeLi zum 25:25 legte der TVH gut eineinhalb Minuten vor Schluss noch einmal vor zum 26:25, und die SG musste zu allem Übel nach einer Zeitstrafe die letzten zwei Minuten in Unterzahl agieren. Würde der Einsatz, würde die erneut tolle Moral also wieder nicht belohnt werden, wie in den Begegnungen davor? Doch diesmal kam es anders. Routinier Robin Habermeier fasste sich ein Herz und schloss zum verdienten 26:26-Ausgleich ab, der zugleich der Endstand sein sollte.

Für die SG bedeutet dies ein wichtiges Erfolgserlebnis nach einer gewissen Ergebnis-Durststrecke.“ Mit 19:17 Punkten rangiert HeLi jetzt auf Platz sechs von 14 Mannschaften, Hardheim liegt mit 18:18 Punkten auf Platz neun, wobei die Tabelle extrem eng zusammen ist. „Den Punkt nehmen wir deshalb gerne mit“, sagt Trainer Veit Wager, „darauf lässt sich aufbauen."

SG Hegensberg-Liebrsbronn: Hummel (1), Blum (beide Tor); Lampart, Schatz, Fischer, Heetel (5/2), Habermeier (1), Prauß, Wester-Ebbinghaus (7), Hahnloser (1), Hettich (9), Hughes, Fausten (1), Herda (1), Schieche.