M1: Einsatzwille nicht belohnt
23.02.2026
SG Hegensberg-Liebersbronn - SKV Unterensingen 21:24 (12:14)
Der einsame Spitzenreiter und Aufstiegsfavorit SKV Unterensingen wankte in der Sporthalle an der Römerstraße ein wenig – und setzte sich am Ende doch mit 24:21 (14:12) gegen die SG Hegensberg-Liebersbronn durch. 350 Zuschauer sahen ein packendes Derby in der Baden-Württemberg-Oberliga. HeLi-Headcoach Veit Wager konnte und wollte seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Der Einsatz und der Wille haben absolut gestimmt, die Abwehr- und die Torhüterleistungen von Maxi Blum und Finn Hummel waren klasse“, sagte er. „Wir haben aber einfach in den entscheidenden Momenten zu viele Fehler gemacht und müssen daher neidlos anerkennen, dass Unterensingen das Spiel verdient gewonnen hat.“ Für die Raptors ist die vierte Niederlage in Folge kein Beinbruch, auch wenn die Tabelle immer näher zusammenrückt. Wenn das Team weiter im Training und im Spiel alles in die Waagschale wirft, wird sich der Erfolg alsbald wieder einstellen.
Mit Unterensingen gab der unumstrittene Klassenprimus seine Visitenkarte am Jägerhaus ab – und agierte denn auch von der ersten Minute an entsprechend selbstbewusst. 5:2 führten die Gäste rasch, doch die Handballer vom Berg hielten dagegen. Sie führten ihrerseits Mitte der ersten Hälfte mit 8:7, ehe sich das Blatt wieder zugunsten des SKV wendete. Dieser ging mit einer 14:12-Führung in die Pause. In Halbzeit zwei war das Bild ähnlich: Unterensingen legte vor, HeLi, angetrieben vom starken Noah Herda und dem treffsicheren Yannik Heetel, blieb dran. Beim 18:19 (43. Minute) und 19:20 (45.) war die Begegnung wieder völlig offen.
Doch der seit Wochen souverän agierende Tabellenführer hatte in kritischen Momenten „die richtige Antwort parat“ – und setzte sich erneut etwas ab. Kurios: zwischen der 46. und 58. Minute fiel kein einziges Tor. Zwar stand HeLi defensiv äußerst kompakt, konnte vorne aber selbst kein Kapital daraus schlagen. Unterensingens Treffer zum 19:23 brachte schlussendlich die Entscheidung. Für die Berghandballer, die mit 18:16 Punkten auf Platz sieben rangieren, bietet sich am kommenden Wochenende beim TV Hardheim die Möglichkeit, den ersten Sieg nach dem Jahreswechsel zu holen.
SG Hegensberg-Liebersbronn: Blum, Hummel (beide Tor); Schatz, Fischer, Heetel (7/1), Habermeier (3), Prauß, Max Hettich, Wester-Ebbinghaus (3), Stammhammer (3), Hahnloser, Moritz Hettich, Hughes, Fausten, Herda (5), Schieche.
