M2: Gute Moral wird nicht belohnt

05.02.2019

SG Hegensberg-Liebersbronn 2 – TV Reichenbach 3 26:29 (13:15)

Die zweite Männermannschaft der SG Hegensberg-Liebersbronn verlor ihr Spiel mit einem stark dezimierten Kader gegen den TV Reichenbach 3 und bleibt damit im Jahr 2019 weiterhin ohne Erfolg. Die junge Truppe um Kapitän Lukas Hach hatte der Erfahrung von Mangold, Radosic und Co. am Ende leider nicht genug entgegenzusetzen und musste sich nach einer schwachen Angriffsleistung 26:29 (13:15) geschlagen geben.  

Die Zeichen vor dem Spiel waren alles andere als günstig. Markus Kiefer musste auf fünf Stammkräfte verzichten, obwohl sich das Team nach dem bitteren Hinrundenstart eigentlich vorgenommen hatte, in der Rückrunde die knappen Spiele dieses Mal für sich zu entscheiden. Da aber – neben dem langzeitabwesenden Timo Binder (Auslandspraktikum) – auch noch sein A-Jugend-Kollege Tim Lindenau, der zuletzt extrem stark aufspielende Felix Hach (beide privat verhindert), Kreisläufer Lennard Schatz und Torhüter Moritz Achten (beide krank) fehlten, taten sich die Berghandballer von Beginn an schwer gegen die Veteranen aus dem Filstal. Die Gäste machten von Anfang an klar, wie ihr Spiel aussehen sollte: mit zwei Kreisläufern sollte nach langen Angriffen Mario Mangold die Entscheidung treffen. Dies gelang auch und die SG geriet schnell mit 1:3 und 3:6 ins Hintertreffen. Die Mannschaft konnte sich jedoch fangen und schaffte es mit ihrem rasanten Tempospiel und präzisen Würfen nach guten Kreuzungen beim 6:6 wieder auszugleichen. Eine Zweiminutenstrafe wussten die Gäste allerdings gut zu nutzen zogen wieder auf 6:10 davon. Nach der folgerichtigen Auszeit und der Einwechslung von Nicolas Mauz hatten die Reserve-Raptors nun wieder etwas mehr Durchschlagskraft im Angriff und fanden in der Abwehr auch teilweise guten Zugriff auf das einschläfernde, jedoch sehr effektive Spiel des TVR. Bis zur Halbzeit wurde das Ergebnis auf 13:15 korrigiert.  

Nach dem Seitenwechsel war es ein ähnliches Bild: Reichenbach verschleppte das Spiel und HeLi konnte – in den wenigen Phasen, in denen sie mit Tempo spielen konnten – durch Gegenstöße und gut gespielte Kombinationen glänzen. So blieb der Abstand bis zum 20:22 bestehen. Die Berghandballer bewiesen jedoch Moral und kämpften sich beim 22:22 wieder auf ein Unentschieden heran, das allerdings gleich mit einen Zwei-Tore-Lauf beantwortet wurde (50. Minute). Die Zweite versuchte in den letzten zehn Minuten nochmal alles in die Waagschale zu werfen, doch die Routiniers aus Reichenbach hatten in den entscheidenden Phasen einfach immer eine Antwort parat. Wie zum Beispiel in der 58. Minute, nachdem Lukas Hach das 26:27 erzielte und (in Überzahl) kurz noch einmal Hoffnung aufkam, doch noch einen Punkt zu ergattern, schafften es die Gäste einen 90-Sekunden-Angriff! erfolgreich mit einem Tor abzuschließen. Letztendlich musste sich Hegensberg-Liebersbronn mit 26:29 geschlagen geben.  

„Ich möchte der Mannschaft zur Moral gratulieren“, sagt Markus Kiefer nach dem Spiel. „Wir haben wirklich gut gekämpft, aber in den entscheidenden Phasen sind wir teilweise noch zu unerfahren und zu hektisch. Wir haben es nicht geschafft, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken, sondern haben versucht, das Spiel der Reichenbacher anzunehmen. Dafür sind sie einfach zu abgezockt, als dass sie sich das nehmen lassen.“  

Die kommende Woche wird für die Reserve-Raptors ein kleines Highlight. Am Freitag um 20:30 Uhr gastiert der TSV Owen in der Römerhalle zum Pokal-Viertelfinale, ehe die Mannschaft am Sonntag nach Nürtingen zum TSV Zizishausen muss, um in der Liga den nächsten Hochkaräter zu fordern. Das Team freut sich über jede Unterstützung, insbesondere natürlich beim Pokalspiel am Freitag. „Im Prinzip haben wir keine Chance. Die müssen wir einfach nutzen! Dann könnte das mit der Sensation klappen.“  

SG Hegensberg-Liebersbronn: Manuel Streitzig, Stefan Clauß (Tor); Armin Frasch (7), Niklas Patorra, Nicolas Mauz (2), Jonas Bechtel (2), Lars Brendel (5), Jan Lukas Autenrieth, Tim Lietzenmayer, Julian Weidner (5), Lukas Hach (3), Lukas Lederle (2).

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