M1: Knapp an Zählbarem vorbei geschrammt

15.04.2019

HSG Langenau/Elchingen – SG Hegensberg-Liebersbronn 28:26 (12:11)

Die erste Männermannschaft der SG Hegensberg-Liebersbronn hat sich in der Württembergliga bei der HSG Langenau/Elchingen teuer verkauft – schrammte aber wegen sieben, acht schwächerer Minuten in der zweiten Halbzeit knapp an einer faustdicken Überraschung vorbei. 26:28 (11:12) stand es am Ende aus Sicht der Handballer vom Berg, die zwei Spieltage vor Ende der Saison aber nach wie vor auf einem Nichtabstiegsplatz rangieren. „Schade, dass es uns nicht gelungen ist, mehr rauszuholen“, sagte SG-Trainer Jochen Masching, der seiner von Verletzungen gebeutelten Mannschaft eine „starke kämpferische Leistung“ attestierte. Mit zwei Punkten aus den zwei restlichen Spielen ließe sich der Klassenerhalt definitiv sichern. Schon gegen den TSV Deizisau am Samstag nach Ostern besteht die nächste Möglichkeit für die Jungs um Kapitän Fabian Sokele. „Wir werden nochmal alle Kräfte bündeln und die Köpfe oben halten“, verspricht der Coach.  

HeLi war als Außenseiter nach Langenau gefahren, wo ein bekannt tempostarkes Heimteam wartete. Denn nicht ohne Grund rangiert die HSG in der oberen Tabellenhälfte. Doch die SG stemmte sich von Beginn an gegen die überfallartigen Angriffe der Gastgeber – und schaffte es fast über die kompletten 60 Minuten hinweg durch ein imponierendes Rückzugsverhalten Langenau der stärksten Waffe zu berauben. Mit ihren gefürchteten Tempogegenstößen und der zweiten Welle kam die HSG tatsächlich selten durch, weshalb sich eine ausgeglichene Partie entwickelte. Zwar legte Langenau zunächst meist vor, aber die Raptors blieben dran – und hatten bei Halbzeit nur ein Tor Rückstand. „Lange Zeit war alles drin für uns“, sagte Jochen Masching nach dem Abpfiff - und dies obwohl erneut vier Stammkräfte fehlten. Da zudem Pascal Geyer nach 17 Minuten wegen Stoßens mit einer harten roten Karte des Feldes verwiesen wurde, schwanden die Wechselmöglichkeiten weiter. „Es war erfreulich zu sehen, dass wir uns dadurch aber nicht haben irritieren lassen“, betonte Henning Richter, „diese Mentalität brauchen wir auch in den restlichen zwei Spielen“.  

Denn nach dem Wechsel setzte trotz der Personalmisere in den ersten gut zehn Minuten die SG die Akzente, die nach 39 Minuten mit 16:15 in Führung ging, dann noch einmal mit 17:16 in der 42. Minute. Eine weiterhin aufmerksame Abwehr samt dem gut aufgelegten Tobi Funk im Tor und der Unterstützung des eigens eingesprungenen Denis Langjahr sowie vorne eine große Bandbreite an Torschützen, inklusive des an einem Zehenbruch laborierenden Lucas Schieche, sorgten für Druck auf die HSG, die sich in einer Auszeit neu sortieren musste. Mit Erfolg. Danach nämlich folgten jene sieben, acht Minuten, in denen der SG vorne die Durchschlagskraft fehlte, Langenau hingegen vorne mit Wucht sechs Tore in Folge erzielte – und die Begegnung drehte. Nicht zuletzt die individuelle Stärke des HSG-Halbrechten Felix Junginger und ein Wechsel auf der Torhüterposition brachten Langenau auf die Siegerstraße. Die Gastgeber nutzten kleinste Fehler und Unsicherheiten der SG in dieser Phase gnadenlos aus. Beim 22:17 (50. Minute) war die Vorentscheidung gefallen, auch wenn HeLi sich nicht aufgab und in der restlichen Spielzeit noch einmal auf zwei Tore heran kam. „Im entscheidenden Moment war die HSG vielleicht etwas kaltschnäuziger“, sagte Jochen Masching, der aber nicht allzu sehr hadern wollte. „Wir sind erhobenen Hauptes nach Hause gekommen.“  

Der Dank geht bei dieser Gelegenheit übrigens auch an den Nachbarn HSG Ostfildern, der sich durch einen Sieg beim HC Hohenems nicht nur selbst den Klassenerhalt sicherte (herzlichen Glückwunsch von dieser Stelle!), sondern auch HeLi Schützenhilfe leistete. Bei den Handballern vom Berg sollen nächste Woche die lädierten Körper ein wenig regenerieren können, ehe die Vorbereitung aufs Saisonfinale beginnt. „Wir haben es nach wie vor in der eigenen Hand, den Klassenerhalt zu sichern“, so Jochen Masching. „Diese Chance wollen wir nutzen.“  

SG Hegensberg-Liebersbronn: Funk, Achten (Tor); Schieche (3), Geyer, Max Hettich (3), Richter (4), Matthias Bayer (1), Zeh (1), Helms (7/4), Heubach (2), Denis Langjahr, Sokele (5/1).

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