M1: Klare Verhältnisse im Derby

04.12.2018

TSV Deizisau - SG Hegensberg-Liebersbronn 31:38 (13:16)

Nach einem Zwischenhoch ist die erste Männermannschaft der SG Hegensberg-Liebersbronn wieder auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Das 31:38 (13:16) im Derby beim TSV Deizisau war die dritte Niederlage in Folge. SG-Trainer Jochen Masching ärgerte sich weniger über die Schlappe an sich, als über das Auftreten seiner Mannschaft. „Das war über weite Strecken viel zu halbherzig“, sagte er, „damit kannst du in der Württembergliga nicht bestehen.“ Wichtig ist nun, sich kurzfristig wieder zu berappeln. Denn schon am nächsten Samstag geht es in heimischer Halle gegen den TSV Heiningen, einen der Meisterschaftsfavoriten.  

Die Esslinger Zeitung brachte es am Montag so auf den Punkt: „klare Verhältnisse“ – so lautete die Schlagzeile nach dem Gastspiel der Handballer vom Berg beim TSV Deizisau. Nur in den ersten Minuten bis zum 3:3 hielten die HeLianer mit. Bis zur 22. Minute hatte sich Deizisau dann aber schon einen beruhigenden 13:7-Vorsprung herausgeschossen. Durch „schlampige Ballverluste“ (EZ) und unkonzentrierte Abschlüsse wurden die Gastgeber immer wieder zu Tempogegenstößen und leichten Treffern eingeladen. Vor allem der TSV-Rechtsaußen Moritz Friedel, am Ende mit elf Treffern der Toptorjäger der Partie, war kaum zu stoppen. Deizisau genügte eine solide Leistung, um die SG souverän in Schach zu halten. „Der Sieg geht vollauf in Ordnung“, musste Jochen Masching am Ende neidlos anerkennen. „Immer wenn wir das gespielt haben, was wir uns vorgenommen hatten, hat es gut ausgesehen, aber das war leider viel zu selten der Fall“.  

Keine Frage: HeLi ist zurzeit schwer gebeutelt – auch in personeller Hinsicht. Zwar waren Pascal Geyer und Henning Richter wieder in den Kader zurück gekehrt, zudem half Denis Langjahr wieder aus. Dafür fehlten jedoch Dominic Fischer, Tim Buchmüller, Moritz Hettich und Marvin Schatz. Fast an jedem Spieltag muss ein anderes Team ran. Doch eine solche Betrachtungsweise hilft nicht weiter, zumal die SG in unterschiedlichen Konstellationen schon gezeigt hat, was möglich ist. Gegen Deizisau aber demonstrierten die Jungs um Kapitän Fabian Sokele, der sich selbst fünf Mal in die Torschützenliste eintrug, zu selten ihre Klasse. Etwa von Mitte der ersten Hälfte an, sodass in der 29. Minute plötzlich der Anschluss zum 13:15 geschafft war. Und auch nach dem Wechsel hielt HeLi noch bis zum 16:18 mit. „Aber das war nur ein kurzes Aufflammen“, haderte Jochen Masching. Ein Sechs-Tore-Lauf vom 18:16 zum 24:16 (39.) brachte das Team von TSV-Trainer Olaf Steinke vollends auf die Siegerstraße. Auch in der Defensive bot die SG zu wenig Gegenwehr. Zwischenzeitlich führten die Gastgeber sogar mit zehn Toren (52.). Anzurechnen ist der SG, dass sie sich trotzdem nicht aufgab und noch etwas Ergebniskosmetik betrieb. Unter dem Strich konstatierte Jochen Masching freilich „zu wenig Einsatz, zu wenig Fokus“. Und: „Das muss sich schnell wieder ändern.“       

SG Hegensberg-Liebersbronn: Funk, Beurer (Tor); Geyer (2), Richter (2), Christian Bayer, Matthias Bayer (8), Langjahr (1), Zeh (2), Helms (6/4), Heubach (2), Schieche (3), Sokele (5).

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