M1: Sieg zum Abschied vom heimischen Publikum

30.04.2018

SG Hegensberg-Liebersbronn – SG Herbrechtingen-Bolheim 32:26 (13:12)

Es war ein würdiger Abschluss, den die erste Männermannschaft der SG Hegensberg-Liebersbronn im letzten Heimspiel der Saison 2017/2018 bot. Beim 32:26 (13:12) gelang gegen die SG Herbrechtingen-Bolheim in der Sporthalle an der Römerstraße noch einmal ein souveräner Sieg, mit dem die Handballer vom Berg bei nunmehr 23:27 Punkten Platz sieben in der Württembergliga, Staffel Süd untermauerten. „Das war ein guter Auftritt“, befanden SG-Trainer Jochen Masching und Co- und Spielertrainer Henning Richter, die allen Spielern reichlich Einsatzzeit gaben und das eine oder andere taktische Experiment wagten. Insofern kann das Rundenfinale am Dienstag, 1. Mai, kommen. Dann tritt die SG beim bereits als Meister und Aufsteiger feststehenden TSV Zizishausen an. Anpfiff ist um 17 Uhr in der Theodor-Eisenlohr-Sporthalle in Nürtingen, Mühlstraße 25. „Das wollen wir so richtig genießen“, lautet die Devise der Jungs um Kapitän Fabian Sokele, die sich bei den Fans um die Bergbande für die Unterstützung bedankten.   

Dabei ging es an diesem Samstagabend am Jägerhaus – unabhängig von der so erfolgreichen Saison – durchaus auch ein wenig wehmütig zu. Denn noch vor dem Anpfiff wurden von SG-Vorstand Michael Hettich gleich sieben Spieler aus den unterschiedlichsten Gründen verabschiedet. Dies gilt für Spielmacher Sven Langjahr und Abwehrchef und Spielmacher Denis Langjahr, die von Jugend an eng mit dem Verein verbunden sind und in den vergangenen Jahren ganz maßgeblich mit zum Durchmarsch von der Bezirksliga in die fünfte Liga und nun auch zum vorzeitigen Klassenerhalt beigetragen haben. Dies gilt für Allrounder Alex Götz und Keeper Peter Lenarduzzi, beide ebenfalls seit Bezirksligazeiten Teil des Teams, das diesen wundersamen Aufstieg geschafft hat. Alle vier verabschieden sich von der Handballbühne, wobei Peter Lenarduzzi überlegt, künftig in der Zweiten aufzulaufen. Fehlen wird auch Kreisläufer Nils Kühl, der vor zwei Jahren vom TSV Deizisau auf den Berg kam, den Sprung von der Landesliga in die Württembergliga mit möglich gemacht hat – und nun vom  Baden-Württemberg-Oberligisten TV Plochingen geangelt wurde. Jonas Reinold kehrt der SG ebenso den Rücken wie Jaric Baumann, den es zum TSV Deizisau zieht. Die beiden Youngster waren erst vor Rundenbeginn neu dazu gestoßen und mit dafür gesorgt, dass der Abstieg in der Premierensaison in der fünften Liga kein Thema war für Hegensberg-Liebersbronn. Michael Hettich dankte allen Akteuren für ihren Einsatz und verband den Abschied mit den besten Wünschen. Zumindest mit Jaric Baumann wird es dann in der nächsten Runde ein Wiedersehen geben. Denn nach dem Abstieg aus der BWOL tritt seiner neuer Verein Deizisau ebenfalls in der Württembergliga an – wie übrigens nicht zuletzt die HSG Ostfildern, die am Wochenende den Aufstieg aus der Landesliga perfekt gemacht hat. Damit zeichnet sich für die nächste Saison schon jetzt eine Vielzahl an Derbys ab, schließlich treten neben Deizisau und Ostfildern weiterhin der TSV Wolfschlugen und möglicherweise auch der noch um den Aufstieg kämpfende SKV Unterensingen auf dieser Ebene an – allesamt Teams aus dem Handballbezirk Esslingen Teck. „Eine tolle Sache, dass wir in diesem Kreis weiterhin dabei sind“, sagt SG-Kreisläufer Matze Bayer.   

Und so geriet die Partie gegen Herbrechtingen-Bolheim fast ein wenig zur Nebensache. Für beide Mannschaften ging es um nicht mehr viel, nachdem die maßgeblichen Entscheidungen längst gefallen sind. Aber vielleicht gerade deshalb entwickelte sich ein munteres, unterhaltsames Spiel, das den 300 Zuschauern in der bestens gefüllten Sporthalle an der Römerstraße reichlich Vergnügen bereitete. HeLi ging zwar nach 38 Sekunden mit 1:0 in Führung, doch dann sollte beim Heimteam für längere Zeit Sand im Getriebe sein. Die Gäste von der Ostalb, die das Hinspiel gewonnen hatten, legten zunächst vor – und zogen bis zur 9. Minute auf 6:2 davon. Erst allmählich kamen die Raptors besser in die Partie, wobei sich bis zum 18:18 (38. Minute) keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. HeLi legte zwar immer vor, Herbrechtingen-Bolheim blieb aber dran, wenngleich die Gastgeber in der zweiten Halbzeit zunehmend Übergewicht bekamen. Vor allem die Defensive HeLi stand sehr solide; und im Tor sorgten Tobias Funk wie der später eingewechselt Denny Spiller, der unter anderem zwei Siebenmeter entschärfte, dafür, dass sich die SG aus dem Ostalbkreis wesentlich mehr Mühen musste, um zum Torerfolg zu kommen. Die SG aus Esslingen hingegen war immer dann stark, wenn vorne schnell und mit viel Dynamik agiert wurde – teilweise kamen sehr sehenswerte Aktionen dabei heraus, die das Potenzial der Mannschaft zum Ausdruck brachten. Für Trainer Jochen Masching gab es denn angesichts der Gesamtumstände wenig zu mäkeln. „Ich bin zufrieden“, sagt er nach dem Abpfiff – und ging zusammen mit der Mannschaft und den Fans zum gemütlichen Teil der Saisonabschlussfeier über.           

SG Hegensberg-Liebersbronn: Funk, Spiller (Tor); Heubach (1), Denis Langjahr, Sven Langjahr, Richter (2), Matthias Bayer (2), Götz (4), Zeh (2), Helms (8/4), Geyer, Baumann (4), Kühl (4), Sokele (4).

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