F1: Fulminanter Auftritt im Schicksalsspiel

14.03.2019

SG Hegensberg-Liebersbronn – SC Lehr 24:17 (13:8)

Der Druck war enorm, der auf der ersten Frauenmannschaft der SG Hegensberg-Liebersbronn lastete. Denn bei einer Niederlage oder selbst bei einem knappen Sieg wäre der Abstieg aus der Württembergliga so gut wie besiegelt gewesen. Und es nötigt großen Respekt ab, dass die Schützlinge von Trainer Markus Weisl ausgerechnet in diesem „Schicksalsspiel“ die vielleicht beste Leistung in der gesamten Saison ablieferten. Beim 24:17 (13:8) gegen den SC Lehr gelang vor einem begeisterten Heimpublikum in der Sporthalle an der Römerstraße ein ungefährdeter und auch in der Höhe vollauf verdienter Start-Ziel-Sieg. „Kompliment an meine Mädels“, sagte Markus Weisl nach dem Schlusspfiff, „das war ein reifer Auftritt.“   

Die Lage hätte vor Beginn nicht prekärer sein können: mit 4:30 Punkten rangierte die SG auf Platz zwölf unter 13 Mannschaften, einem Abstiegsplatz. Und es war klar, dass gegen den zwei Punkte besser stehenden SCL angesichts der Hinspiel-Niederlage ein Sieg mit mindestens sieben Toren Unterschied her musste, um weiterhin eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Schließlich zählt bei der Endabrechnung und eventueller Punktegleichheit der direkte Vergleich zweier Teams. Doch wer glaubte, die HeLi-Frauen könnten diesem Druck nicht gewachsen sein, wurde schon in den ersten Minuten eines Besseren belehrt. Im ICE-Tempo wurden die Angriffe vorgetragen, und in der Abwehr wurde mit ungeheurem Biss agiert, sodass Lehr schnell mit 1:4 ins Hintertreffen geriet. Zwar blieben die Gäste, die immer wieder auch an der prächtig aufgelegten Tessa Faltin im Tor scheiterten, zunächst noch dran. Doch noch vor der Halbzeit setzten sich die Gastgeberinnen erstmals mit fünf Toren auf 13:8 ab – durch einen von Stephanie Nüßle in letzter Sekunde erfolgreich abgeschlossenen Konter.   

Auch nach dem Wechsel ließen die SG-Frauen in keiner Sekunde nach. Vor allem SG-Kreisläuferin Lea Matziol erwies sich vorne wie hinten als steter Unruheherd, wobei es über 60 Minuten hinweg eine geschlossene Mannschaftsleistung war, die Lehr nie zur Ruhe kommen ließ. Zwar verkürzten die Gäste einige Male auf sechs Tore, sodass die Spannung nie versiegte. Und doch hatte HeLi an diesem Tag immer wieder eine richtige Antwort parat. Nach dem Anschlusstreffer zum 22:16 erhöhten Nina Zieger und Lisa Bauer prompt auf 24:16 – zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff die Vorentscheidung. Nach dem Schlusspfiff war der Jubel im SG-Lager groß, wie das auf Facebook verbreitete Siegerbild demonstrierte. Überschrift: „Ein Lebenszeichen von den Berghandballerinnen“, mit Ausrufezeichen!     

SG Hegensberg-Liebersbronn: Faltin (Tor); Maier, Schall (1), Vögl, Zieger (4), Nüßle (4), Pötsch, Weiss, Bauer (4), Lederle, Rauth (5/3), Matziol (6), D’Assero.

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